Paukenschlag im KI-Wettrüsten.
Deepseek vs. Openai
Während OpenAI bereits seit Jahren im KI-Bereich tätig ist, hat das chinesische Start-up DeepSeek mit seinem Modell DeepSeek-R1 heute direkt an der Börse für Aufsehen gesorgt. Denn es ist günstiger, effizienter und klug strukturiert.
Deshalb möchte ich kurz die Unterschiede, Vor- und Nachteile beider Organisationen und ihrer KI-Modelle.
OpenAI: der bisherige Platzhirsch
OpenAI ist ein US-amerikanisches Forschungsunternehmen, das für die Entwicklung fortschrittlicher KI-Modelle wie GPT-3 und GPT-4 bekannt ist. Diese Modelle haben in verschiedenen Anwendungen, von Textgenerierung bis hin zu komplexen Analysen, breite Anerkennung gefunden. OpenAI verfolgt einen proprietären Ansatz, bei dem die entwickelten Modelle kommerziell lizenziert und über APIs zugänglich gemacht werden.
DeepSeek: Der neuer Herausforderer
DeepSeek, ein chinesisches KI-Start-up, hat mit der Einführung seines Modells DeepSeek-R1 die Aufmerksamkeit der globalen KI-Community auf sich gezogen. Dieses Modell zeichnet sich durch seine Open-Source-Natur aus und wird unter der MIT-Lizenz veröffentlicht, was es Entwicklern weltweit ermöglicht, den Code einzusehen, zu modifizieren und für eigene Zwecke zu nutzen. Bemerkenswert ist, dass DeepSeek-R1 in Benchmark-Tests Leistungen erbringt, die mit denen von OpenAIs Modellen vergleichbar sind, jedoch mit deutlich geringeren Entwicklungs- und Betriebskosten.
Unterschiede zwischen OpenAI und DeepSeek
- Lizenzierung und Zugänglichkeit:
- OpenAI: Bietet seine Modelle über kommerzielle Lizenzen und APIs an, was für Unternehmen mit entsprechenden Budgets attraktiv ist.
- DeepSeek: Setzt auf einen Open-Source-Ansatz, der es Entwicklern ermöglicht, die Modelle kostenlos zu nutzen und anzupassen.
- Entwicklungskosten:
- OpenAI: Investiert erhebliche Summen in die Entwicklung seiner Modelle; Berichten zufolge belaufen sich die jährlichen Ausgaben auf über 5 Milliarden US-Dollar.
- DeepSeek: Hat sein Modell DeepSeek-R1 mit einem Budget von nur 6 Millionen US-Dollar entwickelt und dabei bestehende Technologien effizient genutzt.
- Leistungsfähigkeit:
- Beide Modelle zeigen in Benchmark-Tests vergleichbare Leistungen in Bereichen wie mathematischer Problemlösung, Programmierung und natürlicher Sprachverarbeitung. DeepSeek-R1 erreicht dabei eine Genauigkeit von 97 % bei mathematischen Aufgaben und übertrifft 96 % der menschlichen Teilnehmer in Programmieraufgaben.
Vorteile:
Vor- und Nachteile
OpenAI:
- Etablierte Präsenz und Reputation im KI-Bereich.
- Breite Palette an Anwendungen und umfangreiche Dokumentation.
Nachteile:
- Hohe Entwicklungskosten, die sich in den Preisen für Endnutzer widerspiegeln können.
- Proprietäre Lizenzierung schränkt die Anpassungsmöglichkeiten für Entwickler ein.
DeepSeek:
Vorteile:
- Open-Source-Ansatz fördert Innovation und Anpassung durch die Community.
- Effiziente Entwicklung führt zu geringeren Kosten für Nutzer.
Nachteile:
- Als neues Unternehmen möglicherweise weniger Ressourcen und Support im Vergleich zu etablierten Akteuren.
- Mögliche Bedenken hinsichtlich der Datenethik und -sicherheit bei der Nutzung eines chinesischen Modells.
Klar ist:
Sowohl OpenAI als auch DeepSeek tragen maßgeblich zur Weiterentwicklung der KI bei. Während OpenAI mit seiner etablierten Infrastruktur und Erfahrung punktet, bietet DeepSeek mit seinem Open-Source-Modell eine kosteneffiziente und flexible Alternative. Die Wahl zwischen beiden hängt von den spezifischen Anforderungen, Budgets und Präferenzen der Nutzer ab. Für Anleger ist es aber heute ein harter Schlag, da sich neuer Wettbewerb mit geringerem Infrastruktur-„Hunger“ auftut.